Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel ab 18 — und mit Risiko
Glücksspiel ist in Deutschland gesetzlich erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt. Jedes Glücksspielangebot trägt das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung. Der Hausvorteil ist ein mathematisch festgelegter, langfristiger Vorteil des Anbieters. Das gilt für alle Casinospiele, ob Tischspiel oder Slot. Spielen Sie daher niemals mit Geld, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können. Setzen Sie von Anfang an auf Unterhaltung, nicht auf Einnahmequelle.
Warnsignale — wann es problematisch wird
Eine beginnende oder bestehende Spielsucht äußert sich oft in Verhaltensmustern. Diese Warnsignale gelten für den Betroffenen selbst, sind aber auch für Angehörige erkennbar.
- Das Gefühl für Zeit und Geld geht beim Spielen vollständig verloren.
- Finanzielle Mittel werden von Freunden, Familie oder Kreditgebern geliehen.
- Das Spielverhalten wird vor dem sozialen Umfeld aktiv verheimlicht oder verschleiert.
- Es werden Lügen über Ausgaben, Gewinne oder den Aufenthaltsort erzählt.
- Nach Spielverlusten tritt eine ausgeprägte Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit auf.
- Gedanken kreisen ständig um das nächste Spiel oder die Rückgewinnung von Verlusten.
- Bestehende Hobbys und soziale Kontakte werden zunehmend vernachlässigt.
Praktische Limits, die wirken
Die wirksamsten Kontrollmechanismen sind jene, die vor der Spielsession gesetzt werden. Limits, die während des Spiels erhöht werden können, verlieren ihren schützenden Charakter. Definieren Sie Ihre Beträge immer in nüchternem Zustand, nicht im Spielrausch.
Ein tägliches Verlustlimit von beispielsweise 50 Euro ist effektiver als ein vages Budgetgefühl. Nutzen Sie Sitzungs-Timer, die Sie nach 30 oder 60 Minuten automatisch unterbrechen. Die technische Sperre durch einen Selbstausschluss ist das schärfste, aber auch zuverlässigste Werkzeug. Setzen Sie es ein, sobald Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren.
Hilfe bei Spielsucht
| Anbieter | Telefon (kostenfrei) | Webseite-Hinweis |
|---|---|---|
| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) | 0800 1372700 | 24-Stunden-Hotline, anonym, unter bzga.de finden Sie weitere Beratungsstellen. |
| Caritas Suchtberatung | 0800 1116131 | Das bundesweite Netzwerk der Caritas bietet persönliche Beratung, Details auf caritas.de. |
| Spielsucht-Hilfe e.V. | 0800 3260000 | Der Verein vermittelt an spezialisierte Therapeuten, Informationen auf spielsucht-hilfe.de. |
| GamCare (englischsprachig) | 0808 8020 133 | Das britische Beratungsangebot ist auch von Deutschland aus erreichbar, Webseite: gamcare.org.uk. |
OASIS-Sperrdatei nutzen
OASIS steht für Online-Sperrdatei für Interaktive Glücksspiele und Sportwetten. Es ist die zentrale Sperrdatei der deutschen Landesbehörden. Eine Eintragung sperrt den Zugang zu allen lizenzierten Online-Casinos und Wettanbietern auf dem deutschen Markt. Die Sperre ist für eine Mindestdauer von einem Jahr verbindlich und kann nur unter strengen Auflagen vorzeitig aufgehoben werden. Die Selbstregistrierung erfolgt direkt und anonym unter https://oasis.glueckspielwesen.de.
Bei RetroBet verfügbare Schutz-Werkzeuge
RetroBet bietet als Curaçao-lizenziertes Casino eine Reihe von Spielerschutzfunktionen an. Diese sind in den Kontoeinstellungen hinterlegt. Die Umsetzung folgt nicht zwingend den strengeren deutschen Standards, bietet aber eine grundlegende Kontrolle.
- Einzahlungslimit: Legen Sie fest, wie viel Geld Sie innerhalb eines Tages, einer Woche oder eines Monats einzahlen können.
- Verlustlimit: Das System stoppt automatisch das Spiel, wenn ein zuvor definierter Verlustbetrag innerhalb eines Zeitraums erreicht ist.
- Sitzungslimit: Ein Timer unterbricht Ihre Spielsession nach Ablauf der festgelegten Zeit.
- Reality-Check: Ein regelmäßig erscheinendes Pop-up informiert Sie über Ihre Spielzeit und Ihre Einsätze.
- Selbstausschluss: Sie können sich selbst für einen Zeitraum von 6 Monaten bis zu 5 Jahren vom Casino sperren lassen.
Ein kritischer Punkt ist, dass einige Limits möglicherweise erst nach einer Abkühlfrist von 24 Stunden geändert oder aufgehoben werden können – eine durchaus sinnvolle Sicherheit.
An Angehörige und Freunde
Beobachten Sie die genannten Warnsignale bei einer Person in Ihrem Umfeld, ist ein offenes Gespräch der erste Schritt. Konfrontieren Sie die Person nicht mit Vorwürfen, sondern formulieren Sie Ihre Sorge. Bieten Sie konkrete Unterstützung an, etwa bei der Suche nach einer Beratungsstelle oder der Nutzung von Sperroptionen. Professionelle Beratungsstellen wie die BZgA bieten auch Angehörigenberatung an. Letztlich liegt die
